Ehrenamt und Sport im Fokus: CDU-Stammtisch mit Staatsministerin Dr. Christiane Schenderlein
Zum Jahresauftakt lud der CDU-Stadtverband Radebeul bereits zum vierten Mal zum traditionellen Stammtisch in die Lößnitztalschenke ein. Was als zwangloser Austausch und Plattform zum Kennenlernen begann , bot in diesem Jahr hochkarätige politische Impulse zum Schwerpunktthema „Ehrenamt & Sport“.
Der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Dr. Ulrich Reusch begrüßte zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und dem ehrenamtlichen Sektor. Neben Oberbürgermeister Bert Wendsche, den Bürgermeistern Dr. Jörg Müller und Silvio Kockentiedt sowie dem Landtagsabgeordneten Dr. Sven Eppinger waren namhafte Vertreter der Radebeuler Vereinswelt vertreten. Besonders gewürdigt wurde die Anwesenheit von Vertretern des THW, der Feuerwehr, der Reservisten-Kameradschaft sowie zahlreicher Sportvereine, darunter der Radebeuler Handball-Verein, der SSV Planeta, der Judo-Verein, der Badminton-Verein und der Mini Jacht-Club.
.In seinem Impulsreferat blickte Dr. Reusch auf ein „weltpolitisch dramatisch angespanntes“ Jahr 2025 zurück. Er betonte die „Herkules-Aufgabe“, vor der die neue CDU-geführte Bundesregierung stehe, um Sicherheit und soziale Stabilität zu gewährleisten. Trotz schwieriger Haushaltslagen auf Kreis- und Landesebene zeichnete Dr. Reusch für Radebeul ein positives Bild:
Solide Finanzen: Dank einer verlässlichen Stadtpolitik bleibt Radebeul schuldenfrei.
Keine Steuererhöhungen: Die neue Grundsteuer wurde aufkommensneutral umgesetzt.
Zukunftsprojekte: Investitionen in die Infrastruktur – wie die Sanierung der alten Post für die Musikschule, der Neubau der Schwimmhalle und Projekte im Karl-May-Museum – werden konsequent vorangetrieben. Auch Visionen wie ein dritter Sportplatz bleiben fest im Blick.
Ein klares Bekenntnis zum Leistungsprinzip
Im Mittelpunkt des Abends stand das Referat der Staatsministerin für Sport und Ehrenamt, Dr. Christiane Schenderlein, die direkt aus der Regierungsarbeit in Berlin berichtete. Ein roter Faden ihrer Ausführungen war der Leitgedanke: „Leistung muss sich lohnen“. Dieses Prinzip spiegelt sich nicht nur in der neuen Grundsicherung wider, sondern bildet auch das Fundament für die Förderung des Ehrenamts.
Für die rund 27 Millionen ehrenamtlich Engagierten in Deutschland stellte die Ministerin umfassende Reformen vor. Das Herzstück bildet der neue Zukunftspakt „Ehrenamt“, der die strukturelle Unterstützung der Vereine sichern soll. Ein wesentlicher Hebel ist dabei das Steueränderungsgesetz: Durch die Anhebung der Ehrenamts- und Übungsleiterpauschale sowie die Erhöhung der Freigrenze für wirtschaftliche Geschäftsbetriebe wird den Vereinen spürbar mehr finanzieller Freiraum verschafft.
Dr. Schenderlein widmete sich intensiv der Frage, wie das Ehrenamt von bürokratischen Lasten befreit werden kann. Sie kündigte an, dass die Ergebnisse der Kommission Staatsreform hierfür entscheidende Weichen stellen werden. Ziel sei es, drängende Probleme im Vereinsrecht, beim Datenschutz und bei den GEMA-Gebühren entschlossen anzugehen. Zudem wurde die Haftungsfrage für Ehrenamtliche bereits vereinfacht, um das Risiko für Vorstände und Aktive zu minimieren. Besonders im Katastrophenschutz betonte sie die unverzichtbare Verzahnung von Ehren- und Hauptamt, die gerade in Krisenzeiten das Rückgrat unserer Sicherheit bilde.
Auch im Sportbereich setzt die Ministerin auf eine Renaissance des Leistungsgedankens, wie er bereits in der erfolgreichen sächsischen Sporttradition verankert ist. Mit der angekündigten „Sportmilliarde“ für die Infrastruktur und zusätzlichen 150 Millionen Euro für Spitzensportprojekte sollen deutsche Athleten wieder Weltspitze werden. Ein weiteres Förderprogramm mit Fokus auf Sporthallen ist zudem in Planung. In der Diskussion machte sie zudem deutlich, dass der Schutz von Mädchen und Frauen durch Projekte wie „Safe Sport“ und gezielte Mentorenprogramme künftig eine zentrale Rolle spielt.
Dr. Ulrich Reusch schlug in seinem Redebeitrag die Brücke zur kommunalen Ebene und bescheinigte der Stadt Radebeul eine hervorragende Entwicklung. Trotz einer angespannten Weltlage und schwierigen Haushaltsbedingungen im Landkreis Meißen stehe Radebeul für solidität und Verlässlichkeit. Dank einer vorausschauenden Politik bleibe die Stadt schuldenfrei und könne wichtige Investitionen wie die Sanierung der alten Post für die Musikschule oder den Neubau der Schwimmhalle realisieren.
Der Abend endete nach drei Stunden intensiven Austauschs mit der Gewissheit, dass die CDU die Anliegen der Ehrenamtlichen und Sportler als Kernaufgabe für die kommenden Jahre begreift.